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er Fotoband Berlin von einem Punkt hat einen sprechenden Namen: Die Stadt ist von einer einzelnen Stelle aus fotografiert worden. Vom Dach des Hochhauses Postdamer Platz 1, 100m hoch mit guter Sicht in alle Richtungen. Aus dieser scheinbaren Einschränkung, die Stadt und ihre Bauwerke eben nur von Ferne und einem eher schwierigen Blickwinkel sehen zu können, entwickelt der Band und die darin wiedergegebene Aufnahmeserie ihr Profil. Die Langwierigkeit auf gute Sicht zu warten, und die Dinge eben wieder und wieder in den verschiedensten Lichtstimmungen festzuhalten ergeben den eigenwilligen Charakter dieses Berliner Stadtportraits. Vom bildnerischen Standpunkt abgesehen, wurde das Buch gleichermaßen als markt- und PR-fähig konzipiert. Die bestehende Kooperation mit der Aussichtsplattform Panoramapunkt, die sich unmittelbar unter der Dachfläche befindet, von der aus das Buch fotografiert wurde, ermöglichte eine sehr viel größere Auflage als nur über den Buchhandel abzusetzen gewesen wäre. Dazu wurde eine Katalogausgabe zum Vorzugspreis gedruckt, die über den Souvenir-Shop des Panoramapunkts vertrieben wird. Das Buch sollte 1ein geeignetes PR-Mittel für den Panoramapunkt und den Potsdamer Platz sein 2eine Abwägung zwischen künstlerischem Anspruch und für den Absatz notwendiger Gegenständlichekit haben 3zu einem marktfähigen Preis im Buchhandel vertreten sein 4über eine Bildauswahl verfügen, die allen Zielgruppen gerecht wird
Nur durch die Einbindung des Panoramapunkts und die Eignung des Buchs als
PR-Instrument konnte der anspruchsvolle Ansatz eines konzeptionell
geprägten Berlin-Buchs in die Tat umgesetzt werden. Damit ist
gleichzeitig ein gutes Beispiel für die Sinnhaftigkeit ernst genommener
Public Relations gegeben, die sich durch eine inhaltlich geprägte
Vermittlung von Inhalten definiert und komplexe Angebote an den
Rezipienten macht, sich einzubringen, statt werblich
eindimensional vorzugehen. Die überaus reiche Presseresonanz mit Berichterstattung in der Berliner Abendschau (Fernsehen), den großen regionalen Tageszeitungen, sowie später in einer Übernahme in der WELT, zeigt, daß das Konzept funktioniert. |